Casual Shirts
Von wegen hemdsärmelig
Mit dem vor der Tür stehenden Sommerhoch darf sich auch das Hemd auf einen Aufschwung freuen. Diesmal im Fokus: Denim und Checks, die im Bereich der Casualhemden mitunter in neue Kombinationswelten eintauchen.
Blue Man Group
Das Jeanshemd ist zurück. Das Comeback ist zwar keine brandaktuelle Neuigkeit mehr, aber deshalb nicht weniger interessant. Insbesondere durch die im Aufwind stehenden Chinos kommt dem Denim-Shirt wieder neue Bedeutung zu, unter anderem in leichterer Chambray-Aufmachung.
Und: Was früher als Tabu galt, funktioniert heute reibungslos. Die Rede ist von Jeans-in-Jeans-Kombis. Womöglich angeregt durch den Seventies-Trend werden unterschiedliche Waschungen von Hemd und Hose nicht mehr als störend empfunden. Im Gegenteil: Sie sind sogar erwünscht.
Das Spiel mit konträren Denim-Optiken schickt Dries van Noten sogar auf den Laufsteg. Bei seinen Kreationen treten helle Jeans-Oberflächen und extreme Bleich-Effekte miteinander in den Diskurs. Das Jeanshemd funktioniert jedoch auch über casualige und smart-lässige Kontexte hinaus. Die Designer haben das Spiel um Stilbrüche bis in die Königsklasse der HAKA getrieben – in die angezogene Liga. So präsentiert Cavalli zum schmal geschnittenen, schwarzen Anzug ein ausgewaschenes Denim-Modell mit Druckknöpfen. Smalto kombiniert in einer einfacheren Version ein zugeknöpftes Shirt mit klassischer Fliege. Grund genug, um den alten Bekannten in einem neuen Licht zu sehen und ihm bislang verborgene Seiten abzugewinnen.
Karo, die nächste bitte!
In der Riege casualiger Shirts darf eines ganz bestimmt nicht fehlen: das Karohemd. Es hat bereits Saisons als Trendartikel überdauert und setzt sich auch diesmal wieder durch. Allerdings nicht, ohne sich trendtechnisch auf den neuesten Stand zu bringen. Einen Beweis dafür liefert unter anderem D&G. Das Designerlabel präsentiert aktuell im Rahmen seiner von Gärten inspirierten Kollektion große Vichy-Karos und verbreitet damit in Kombination zu Chinos 50s-Flair. John Varvatos und Miharayasuhiro hingegen äußern über ihre verwischten und kleinformatigen Check-Variationen ihre Liebe zum College. Und Walter van Beirendonck propagiert sogleich den Ganzkörper-Karo-Look.
Fazit
Auch wenn Denim-Shirts und Karohemden keine Newcomer sind, ist deren Bedeutung für die Menswear in laufenden und kommenden Saisons nicht zu verkennen. Neue Haptiken sorgen für ein softes, luftiges Tragegefühl, das insbesondere im Sommer eine wesentliche Rolle spielt. Designs, die mit Waschungen und Check-Variationen bis hin zu Vichy spielen, erreichen durch neuartige Kombinationen unkonventionelle Optiken. Simplizität, die nicht austauschbar und beliebig erscheint.
// tk
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