Kutschermantel.
Eine Schnittform von Mänteln oder -> Capes, wie sie Kutscher früher trugen, mit weit geschnittener bis über die Ellenbogen reichender, zusätzlicher -> Pelerine ( Reiter- und Staubmantel). Zum Wetterschutz häufig aus -> Loden.
Kelly Bag.
Das Grundkonzept war ein Reisetaschenformat. Danach wurde die citytaugliche Version der "Tasche mit einem Trageriemen" entwickelt. Geblieben ist die trapezartige Form mit "Ziehharmonika-Öffnung" und der feste Boden sowie der Verschlussriemen, der sich über dem Überschlag kreuzt und mit Ösenhaken und Schloss verschlossen wird. Der Schlüssel dazu an einem Lederriemen mit Schutzhülle (Cloche) angeknotet am Trageriemen. Heute in 8 Größen bestellbar, die alle jeweils von einem einzigen Handwerker angefertigt werden, mit Wartezeiten von mehreren Jahren. Zu Kultstatus gelangt durch die Schauspielerin und spätere Fürstin von Monaco Grace Kelly.
Kuverttasche.
Rechteckig flache Tasche mit spitzem Überschlag wie bei einem Briefkuvert, unter dem Arm zu tragen. Zieht modisch wieder an und wird auch mit anderen Überschlagformen angeboten. Der Verschluss ist verdeckt angebracht.
Keilabsätze.
Engl. ->Wedges. Häufig in Verbindung mit unterschiedlich hohen ->Plateau-Sohlen. Sorgt für sicheren Auftritt selbst bei großen Absatzhöhen.
Kombinationsgerbung.
Oft werden verschiedene Gerbarten kombiniert, um bestimmte Eigenschaften des Leders zu erzielen.
Känguru-Leder.
Sehr reißfestes, aber dünnes Leder mit geringer Wasseraufnahme. Wird für Motorradkleidung und -handschuhe verarbeitet.
Kalbsleder.
Leder aus den in seiner Struktur festeren Fellen eines jungen Tieres der Rinderrasse, meist südamerikanischer oder europäischer Herkunft. Kalbsleder ist besonders fest und gleichmäßig und gehört daher zu den hochwertigsten Ledern.
Kalbsnappa.
Kennzeichen von Kalbsnappa sind eine feste Hautstruktur und eine hohe Strapazierbarkeit.
Kalbsvelours.
Kalbsleder mit einem samtartigen Schliff auf der ->Fleischseite.
Kernspalt.
Unterer Spalt des Croupons einer Rindshaut.
Kips.
Häute asiatischer Großrinder, auch ->Zebu oder ->Buckelochse genannt.
Knautschlack.
Geschmeidiges, weiches Lackleder mit zerknitterter oder faltiger Oberfläche. Auch Knitterlack. Knautschlacke können wie alle ->Lackleder mit klarem Wasser abgewaschen werden.
Korrigierte Narben.
Die Narbenschicht des Leders wird mehr oder weniger entfernt und die Lederoberfläche durch verschiedene Techniken neu gestaltet.
Krokodilleder.
Oft auch Alligatorleder ->Reptilienleder.
Kamelhaar (WK).
Edelhaare vom Dromedar oder Kamel. Für klassische Blazer, Sakkos, Jacken, Mäntel.
Krempelärmel.
Ärmel mit innen sitzendem ->Riegel zum Befestigen des aufgerollten Ärmels.
Kentkragen.
Klassischer -> Hemdenkragen mit relativ eng gestellten, meist etwas herunter
gezogenen schlanken Kragenecken.
Kingscoat-Kragen.
Sportlicher, rund geschnittener Kragen für Herrenmäntel ohne Revers bei -> verdeckter Knopfleiste.
Kläppchenkragen.
-> Stehkragen mit kleinen Kragenecken. Sonderform für -> Frackhemden.
Kragensteg.
Unterschiedlich breiter, meist aufrecht stehender Stoffstreifen zwischen Halsausschnitt und eigentlichem (Umlege-) Kragen.
Kniebundhose.
Eine Mischung aus langer Hose und -> Shorts. Unterscheidet sich von der -> Knickerbocker durch engere Passform und höher angesetztem, engem Bundabschluss knapp unter dem Knie.
Kombihose.
Hose unterschiedlicher Schnittführung, zum Sportsakko oder -> Blazer getragen. Meist in kontrastierender Farbgebung oder Musterung. Klassisch im Winter aus -> Flanell oder -> Serge, im Sommer aus -> Tropical oder als -> Baumwollhose.
Knickerbocker.
Etwa wadenlange Hosen mit überfallenden weiten Beinen und engem Bundabschluss.
Koller.
An Vorder- und/oder Rückenteil angesetzte bis zum Brustbein oder den Schulterblättern reichende feste oder lose, auch unterlüftete ->Passe.
Kleppermantel.
Im Original nach Ende des ersten Weltkrieges vom Erfinder und Schneidermeister Johann Klepper aus Rosenheim entwickelter grauer Regenmantel aus gummiertem Makobatist zum Schutz gegen Regen, Wind und Kälte. Typisch der sog. Rillo, eine ->kollerähnliche, halbkreisförmig gefaltete Rückenlüftung unterhalb des Kragens. Heutiger Lizenznehmer ist Walbusch in Solingen.
Kapuze.
Am Halsausschnitt angeschnittene oder angesetzte breite Stoffstreifen, die in der hinteren Halsmitte beginnend mützenartig zusammengenäht sind. Oft mit Tunnelzug.
Kaschmir (WS).
Engl. Cashmere. Edelhaar der mongolischen Kaschmirziege.
Kette.
Längsfäden im Stoff.
Kettwirken.
Maschenbildendes Wirkverfahren mit einer -> Kette ähnlich Geweben. Maschen werden gleichzeitig gebildet.
Kniefutter.
Vorderhosenfutter für Damen- und Herren. Reicht vom Bund bis unter das Knie. Aus -> Waschtaft oder synthetischer -> Kettwirkware.
Köper.
Bindungsart. Fadenverkreuzung mit Diagonalstruktur (Köpergrad).
Kräuselkrepp.
Unechter, durch Schrumpfen erzielter -> Kreppeffekt.
Krepp.
-> Crêpe.
Kretonne. Cretonne.
Schweres -> Baumwollgrundgewebe (Segeltuch). Für Sportswear.
Kreuzköper.
Regelmäßig die Richtung wechselnder (Z, S) Köpergrad (Mehrgratköper).
Krimmer.
Der Fellstruktur des Karakulschafes nachempfundener Webpelz.
Klettverschluss.
Mit Klettband, bestehend aus einer Velours- und einer Häkchenseite, besetzte Verschlüsse.
Knopfleiste.
Angesetzter Stoffstreifen mit Knopflöchern zum sichtbaren Durchknöpfen, überwiegend für Blusen, Hemden, Kleider, -> Polos.
Kragenriegel.
Am Kragensteg oder unter dem Kragen von Mänteln und sportiven Jacken angebrachter ->Riegel. Mit Knopf-, Haken- oder Schnallen- und Ösenverschluss.
Kängurutasche.
Aufgesetzte, oft umsteppte Vordertasche, z. B. auf -> Schlupf- und Kapuzenjacken oder -> Sweatshirts mit beidseitig durchgehendem, bei Jacken durch den Verschluss getrenntem, beidseitigem Eingriff.
Klappentasche.
-> Aufgesetzte Tasche mit Stoffklappe zum Verschließen. z. B. durch ->Klett- oder Knopfverschluss. Kann gerade, schräg oder geschweift geschnitten sein.
Kutschermantel.
Schnittvariante wie sie Kutscher früher trugen, mit weit geschnittener, bis über die Ellbogen reichender, zusätzlicher -> Pelerine, häufig aus -> Loden.
Kurzmantel.
Nur durch seine Länge definierte Mantelart in verschiedenen Schnittformen und Stilrichtungen.
Kastenjacke.
Lange, gerade, schulterbetonte Jacke mit unterschiedlichen Kragen.
Kimonojacke.
Von japanischen Kimonos entlehnte, gegürtete, kragenlose Jackenform. Ärmel entweder an Vorder- und Rückenteil angeschnitten oder an einer senkrechten
Naht angesetzt. Seltener mit angeschnittenen, sich zum Handgelenk hin verjüngenden -> Fledermausärmeln.
Karottenhose.
An eine Karotte erinnernd, zum Saum stark verjüngt, im Hüftbereich weit. In den frühen 80er Jahren war dieser Hosentyp angesagt.
Keilhose.
-> Steghose.
Kniebundhose.
Etwas über knielange tendenziell schmal geschnittene Hose mit Bundabschluss.
Korsarenhose.
Frz. Corsaire. Körpernahe, doch weiter als -> Caprihose geschnittene, wadenlange Hose mit Seitenschlitzen am Abschluss.
Kulihose.
-> Fischerhose.
Kugelärmel.
Schmaler, röhrenförmiger Ärmel. Mit einer oder zwei Nähten.
Kimonoärmel.
Angeschnittener, gerader oder rechtwinklig angesetzter Ärmel, nicht verjüngend.
Kasackbluse.
Oberschenkellanges, lose fallendes Oberteil, das mit oder ohne Gürtel getragen wird. Meist als kragenlose Schlupfform mit eingeschnittenem Ausschnitt.
Kaskadenbluse.
Romantische Bluse mit üppiger Stoffdrapierung an Kragen und Vorderfront. Kann bis zur Taille reichen. -> Wasserfallbluse.
Kimonobluse.
Weite, gerade geschnittene Bluse, bei der die bündchenlosen Ärmel ohne
Naht an Brust- und Vorderteil angeschnitten sind. Modisch auch mit Ärmelbündchen in variierten Formen.
Kellerfalte.
Bildet sich durch zwei mit den Brüchen gegeneinanderstoßende Falten.
Kräusel.
Beim Nähen eingehaltene Stoffweite oder Besatzstreifen.
Kaminrock.
Lang, wie ein Abendrock gearbeitet aus wärmenden Wollstoffen.
Kastenrock.
Gerade geschnittener Rock mit Bund. Durch Steppereien betonte Längsnähte
geben dem Rock eine streckende, kastenähnliche Optik. Auch Facetten-, -> Boxi-, -> Matchbox- oder -> Schachtelrock.
Kilt.
Knielanger Rock mit einseitigen Liegefalten in Wickelform. Von der schottischen Nationaltracht (Kilt) inspiriert. Üblicherweise in farbigen Karomustern (Tartans). Teils mit Fransen. Traditionell mit einer großen Sicherheitsnadel geschlossen.
Kleiderrock.
Rock mit angeschnittenem ärmellosem Oberteil. -> Trägerrock.
Kuppelrock.
Halbweiter, gerader Rock, dessen Hüftpartie durch Abnäher kuppelartig geformt ist.
Karré-Ausschnitt.
Eckige, tiefe Ausschnittform.
Klappkragen.
Meist asymmetrisch gestaltete Umlegekragenform.
Kostüm.
Die weibliche Spielart des Herrenanzugs mit Jacke und Rock. Streng und schneidermäßig als "Tailleur". Jacke mit deutlicher Taillenbetonung meist auf Figur.
Korsett.
Mieder, -> Hüfthalter, meist mit Magenstütze, hüft- und taillenformend; schwerer als ein Korselett, aus kräftigen, bielastischen Stoffen mit starkem Rücksprung.
Kettstuhlware.
Auch Kettwirkware. Oberflächenglatte -> Maschenware mit geschlossenem Warenbild. Durch unterschiedliche -> Elastananteile auch elastisch.
Krumpfen.
Ausrüstungsprozess zum gesteuerten Schrumpfen von Stoffen.
Kettenstichnaht.
Ziernaht aus kontinuierlich gebildeten Schlaufen ähnlich Kettengliedern.


